Schultergelenk (Articulatio humeri)

Ich möchte in diesem Beitrag auf das Schultergelenk (Art. humeri) eingehen. Einfach zusammengefasst, mit Erklärungen von Fachbegriffen und mit einer Übersicht der Muskulatur, die das Gelenk bewegen und der Bänder, die am Gelenk beteiligt sind. Auch mögliche Erkrankungen des Schultergelenks werden genannt und zwischendurch gibt es Fragen um das gelesene zu verinnerlichen.

Das Schultergelenk:

Bänder:

  • Das Lig. glenohumeralia mediale und laterale verstärken bei Hunden die Gelenkkapsel
  • Keine kollateralen Bänder
  • Die Endsehnen des M. supraspinatus, M. infraspinatus und des M. subscapularis ersetzten die Kollateralbänder

Fachbegriffe erklärt

Articulatio (Art.) = Gelenk
Ligamentum (Lig.) = Band
Extension = Strecker
Flexion = Beugen
Abduktion = seitlich vom Körper wegbewegen
Adduktion = seitlich zum Körper hinziehen
Luxation = auskugeln eines Gelenkes
Superficialis = oberflächlich
Profundus = tief


Fragen zum Text Teil 1

Schultergelenk Teil 1

1 / 5

Was ist der Fachbegriff für das Schultergelenk?

2 / 5

Welche beiden Knochen werden beim Schultergelenk verbunden?

3 / 5

Welche Bewegungsmöglichkeiten hat das Schultergelenk?

4 / 5

Welche Bänder verstärken die Gelenkkapsel?

5 / 5

Die Endsehnen welcher Muskeln ersetzen die Kollateralbänder?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 70%

0%


Muskeln des Schultergelenks:

Extension

  • M. brachiocephalicus
  • M. supraspinatus
  • M. infraspinatus (je nach Gelenkstellung)
  • M. subscapularis (je nach Gelenkstellung)
  • M. coracobrachialis (je nach Gelenkstellung)

Flexion

  • M. latissimus dorsi
  • M. deltoideus
  • M. infraspinatus (je nach Gelenkstellung)
  • M. subscapularis (je nach Gelenkstellung)
  • M. coracobrachialis (je nach Gelenkstellung)
  • M. teres major
  • M. teres minor

Abduktion

  • M. deltoideus

Adduktion

  • M. pectoralis superficialis
  • M. pectoralis profundus
  • M. coracobrachialis

Außen Rotation

  • M. coracobrachialis

Kranheiten des Schultergelenks:

  • Osteochondrosis dissecans (OCD)
  • Schulterluxation
  • Mediale und laterale Instabilität
  • Abriss der Bizepssehne
  • Arthrose
Fragen zum Text Teil 2

Schultergelenk Teil 2

1 / 5

Für welche Bewegungen ist der M. deltoideus zuständig?

2 / 5

Für welche Bewegung ist der M. brachiocephalicus zuständig?

3 / 5

Welcher Muskel ist für die Außenrotation zuständig?

4 / 5

Welche zwei Muskel sind außer dem M. coracobrachialis noch für die Adduktion zuständig?

5 / 5

Für welche zwei Bewegungen ist der M. subscapularis zuständig?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 90%

0%

Gelenke (Articulationes)

Ich möchte in diesem Beitrag auf das Thema Gelenke (Articulationes) eingehen. Eine einfache Übersicht über die verschiedenen Gelenkformen und ihre Bewegungsmöglichkeiten, außerdem eine Zusammenfassung und Erklärung der Fachbegriffe. Zwischendurch gibt es Fragen um den Text zu verinnerlichen.

Gelenke (Articulationes)
  • es gibt echte und unechte Gelenke
  • ein Gelenk das aus zwei Knochen besteht ist ein einfaches Gelenk (Art. simplex)
  • ein Gelenk das aus mehr als nur zwei Knochen besteht ist ein zusammengesetztes Gelenk (Art. complex)
Unechte Gelenke (Synarthrose):
  • haben keinen Gelenkspalt
  • sind deutlich weniger beweglich als echte Gelenke
  • werden durch verschiedene Strukturen verbunden

Gelenkart

Verbindungsmöglichkeiten

Synchondrose

verbunden durch hyalinen Knorpel

Symphyse

verbunden durch durch Faserknorpel

Syndesmosis

verbunden durch Bänder

Sutura

Knochennaht (z.B. Schädelknochen)

Gomphosis

Einkeilung (z.B. Zähne)

Fachbegriffe erklärt

Articulatio / Articulationes (Art./Artt.) = Gelenk / Gelenke
Ligamentum / Ligamenta (Lig. / Ligg.) = Band / Bänder
Flexion = Beugen
Extension = Strecken
Abduktion = seitlich vom Körper weg
Adduktion = zum Körper hin bewegen


Fragen zum Text Teil 1

Gelenke (Articulationes) Teil 1

1 / 5

Wie ist der Fachbegriff für ein einfaches Gelenk?

2 / 5

Wie ist der Fachbegriff für Gelenke?

3 / 5

Was haben unechte Gelenke nicht?

4 / 5

Welche Gelenkart wird durch Faserknorpel verbunden?

5 / 5

Durch welche Verbindung werden die Zähne befestigt?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 95%

0%


Echte Gelenke (Diarthrose)

  • haben einen Gelenkspalt
  • haben eine Gelenkkapsel (Capsula articularis)
  • außerdem haben sie einen Gelenkknorpel (Cartilago articularis)
  • haben eine Gelenkhöhle (Cavum articularis)
  • zudem haben sie eine Gelenkflüssigkeit (Synovia) zwischen dem Gelenkspalt
  • haben Gelenkbänder (Ligamenta)
  • manche haben Menisken (Meniscus articularis)
  • manche haben eine Gelenklippe (Labrum articulare)
  • manche haben Bänder im Gelenk (Ligg. inracapsularia)

Gelenkform

Bewegungsmöglichkeiten

Kugelgelenk (Articulatio spheroidea)

  • Flexion und Extension
  • Abduktion und Adduktion
  • Außen und innen Rotation

Schraubengelenk (Articulatio cochlearis)

  • Flexion und Extension

Ellipsoidgelenk (Articulatio ellipsoidea)

  • Flexion und Extension
  • minimale Seitenbewegung

Schlittengelenk (Articulatio delabens)

  • gleitet nach oben und unten

Schiebegelenk (Articulatio plana)

  • Gleitbewegung auf der Ebene der Gelenkfläche

Walzengelenk (Articulatio condylaris)

  • Flexion und Extension

Zapfengelenk (Articulatio trochoidea)

  • Rotation

Scharniergelenk (Ginglymus)

  • Flexion und Extension

Sattelgelenk (Articulatio sellaris)

  • Flexion und Extension
  • leichte Abduktion und Adduktion
  • leichte außen und innen Rotation

Fragen zum Text Teil 2

Gelenke (Articulationes) Teil 2

1 / 5

Durch welche Gelenkformen ist Flexion / Extension möglich?

2 / 5

Welche Bewegung ist durch das Zapfengelenk möglich?

3 / 5

Wie ist der Fachbegriff für das Scharniergelenk?

4 / 5

Was haben alle echten Gelenke?

5 / 5

Was befindet sich im Gelenkspalt?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 87%

0%

Schultergürtelmuskulatur

Hier werden alle Muskeln des Schultergürtels von Hunden und Pferden aufgezählt. Erst kommt eine Übersicht über alle Muskeln. Dann wird jeder Muskel einzeln betrachtet, wo haben sie ihren Ursprung und wo ihren Ansatz, welche Nerven versorgen sie und welche Funktionen haben die Muskeln.

Übersicht:

  • M. trapezius
  • M. omotransversarius
  • M. brachiocephalicus
  • M. latissimus dorsi
  • M. pectoralis superficialis
  • M. pectoralis profundus
  • M. rhomboideus
  • M. serratus ventralis
  • M. subclavius [Pferd]

Kürzel Erklärung

M. = Muskeln
U = Ursprung
A = Ansatz
I = Innervation / welcher Nerv den Muskel versorgt
N./Nn. = Nerven Einzahl / Mehrzahl
F = Funktion
distal = Richtungsangabe / Richtung Boden
kranial = Richtungsangabe / Richtung Kopf
kaudal = Richtungsangabe / Richtung Schweif/Rute
Pars = Teil (eines Muskels zum Beispiel)

Obere Schicht der Schultergürtelmuskulatur:

M. trapezius

  • F: Heber und Rotator des Schulterblatts (Scapula)
  • I: R. dorsalis des N. accesorius

Pars cervicalis

  • U: Querfortsätze ab dem 3. Halswirbel [Flfr.] / Lig. nuchae [Pferd]
  • A: Spina scapulae

Pars thoracica

  • U: Lig. supraspinale über dem Wiederrist
  • A: dorsales Drittel der Spina scapulae

M. omotransversarius

  • F: vorwärtsziehen der Gliedmaße, bei fixierter Gliedmaße seitwärtsbiegen des Halses
  • I: R. dorsalis des N. accessorius
  • U: Querfortsätze der vorderen Halswirbel
  • A: distal an der Spina scapulae und der Oberarmfaszie (Fascia brachii)

M. brachiocephalicus

  • F: bei fixiertem Kopf und Hals streckt er das Schultergelenk, bei fixierter Gliedmaße zieht er den Kopf und den Hals nieder, bei einseitiger Kontraktion zieht er den Hals in eine Seitwärtsbeugung
  • I: R. dorsalis des N. accessorius und N. axillaris

M. cleidobrachialis

  • U: Schlüsselbeinsehnenstreifen
  • A:Crista humeri

M. cleidocephalicus

  • U: Lig. nuchae und Proc. mastoideus
  • A: Schlüsselbeinsehnenstreifen

M. latissimus dorsi

  • F: Adduktor und Rückwärtszieher der Vordergliedmaße, ist an der Aufhängung des Rumpfes beteiligt
  • I: Nn. pectoralis caudales
  • U: Große Rückenfaszie (Fasia thoracolumbalis)
  • A: Tuberositas teres major [Pferd] / Crista tuberculi minoris [Flfr.]

M. pectoralis superficialis

  • F: Adduktor der Vordergliedmaße, je nach Stellung der Gliedmaße zieht er sie vorwärts oder rückwärts
  • I: Nn. pectorales craniales

M. pectoralis descendens

  • U: Manubrium sterni
  • A: Crista humeri

M. pectoralis transversus

  • U: Brustbein (Sternum)
  • A: Christa humeri [Flfr.] / Fascia antebrachii [Pferd]

Fragen zum Text Teil 1

Schultergürtelmuskulatur Teil 1

1 / 5

Aus welchen zwei Muskeln besteht der M. brachiocephalicus?

2 / 5

In welche zwei Teile kann man den M. trapezius unterteilen?

3 / 5

Wo hat der M. latissimus dorsi seinen Ursprung?

4 / 5

Welche Funktionen hat der M. omotransversarius?

5 / 5

Welche Nerven innervieren den M. pectoralis superficialis?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 80%

0%


Tiefere Schicht der Schultergürtelmuskulatur

M. rhomboideus

  • I: N. dorsalis scapulae und Dorsaläste aus den Hals- und Brustnerven

M. rhomboideus cervicis / capitis [Flfr.]

  • F: zieht den oberen Teil des Schulterblatts nach kranial dadurch verlagert sich die Gldmß nach kaudal
  • U: Lig. nuchae / Crista nuchae
  • A: kranial am Margo dorsalis scapulae

M. rhomboideus thoracis

  • F: Heber des Schulterblatts
  • U: Dornfortsätze der vorderen Brustwirbel
  • A: Margo dorsalis scapulae

M. serratus ventralis

  • F: Wichtigster Rumpfträger

M. serratus ventralis cervicis

  • F: bewegt die Gliedmaße nach kaudal durch Rotation des Schulterblatts, bei festgestellter Gliedmaße und einseitiger Kontraktion wird der Hals seitwärts gezogen, bei beidseitiger Kontraktion wird der Hals gehoben
  • I: Ventraläste der Halsnerven
  • U: Querfortsätze der hinteren Halswirbel
  • A: Facies serrata scapulae

M. serratus ventralis thoracis

  • F: bewegt die Gliedmaße nach kranial durch Rotation des Schulterblatts
  • I: N. thoracicus longus
  • U: 1.-7. Rippe
  • A: Facies serrata scapulae

M. pectoralis profundus

  • F: Adduktor und Rückwärtszieher der Vordergliedmaße, ist auch an der Aufhängung des Rumpfes beteiligt
  • I: Nn. pectorales caudales
  • U: Brustbein und tiefe Rumpffaszie (Fascia profunda trunci)
  • A: Tuberculum minus humeri und Tuberculum majus humeri

M. subclavius [haben Flfr. nicht]

  • F: Rückwärtszieher der Vordergliedmaße
  • I: N. subclavius des Plexus brachialis
  • U: 1. – 4. Rippenknorpel
  • A: Kranialrand des M. supraspinatus

Fragen zum Text Teil 2

Schultergürtelmuskulatur Teil 2

1 / 5

Welche Funktion hat der M. rhomboideus thoracis?

2 / 5

Welcher Muskel ist der wichtigste Rumpfträger?

3 / 5

Wo hat der M. serratus ventralis seinen Ansatz?

4 / 5

Welchen Muskeln haben Fleischfresser nicht?

5 / 5

Wo hat der M. pectoralis profundus seinen Ursprung?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 90%

0%

Osteogenese

Osteogenese ist die Bildung von Knochengewebe. Welche Formen der Osteogenese es gibt und welche Knochen daraus entstehen findest du hier. Am Ende noch ein kurzes Quiz, um das gelesene zu verinnerlichen.

Desmale Osteogenese

  • ist die direkte Knochenbildung
  • wird aus embryonalen Bindegewebe gebildet
  • bildet die Knochen des Schädeldachs und Gesichtsschädels

Chondrale Osteogenese

  • ist die indirekte Knochenbildung
  • der Knochen bildet sich nach einem vorgebildeten knorpeligen Skelett (Primordialskelett)
  • kurze Knochenstücke verknöchern von innen nach außen, dies nennt man enchondrale Ossifikation
  • lange Knochenstücke bildet sich zuerst eine knöcherne Hülle und verknöchern dann nach innen, dies nennt man perichondrale Ossifikation
Fragen zum Text

Osteogenese

In diesem Quiz sind Fragen zu dem Thema Osteogenese, die Entwicklung von Knochengewebe.

1 / 4

Welche Knochen werden bei der desmalen Osteogenese gebildet?

2 / 4

Wie heißt es wenn kurze Stücke von innen nach außen verknöchern?

3 / 4

Wie heißt die direkte Verknöcherung?

4 / 4

Wie ist der Fachbegriff für das knorpelig vorgebildete Skelett?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 100%

0%

Oberarmknochen (Humerus)

Ich möchte in diesem Beitrag auf den Oberarmknochen (Humerus) von Hunden und Pferden eingehen. Einfach zusammengefasst, mit Erklärungen von Fachbegriffen und mit einer Übersicht welche Knochenpunkte man am Tier ertasten kann und welche es überhaupt gibt. Auch die Muskeln, die am Oberarmknochen anhaften werden aufgezeigt und zwischendurch gibt es Fragen um das gelesene zu verinnerlichen.

Der Oberarmknochen (Humerus)
  • ist ein Röhrenknochen
  • ist von oben der zweite Knochen der Vordergliedmaße
  • bildet mit dem Schulterblatt (Scapula) das Schultergelenk (Articulatio humeri)
  • bildet mit der Elle (Ulna) und Speiche (Radius) das Ellbogengelenk (Articulatio cubiti)
Palpierbare Punkte des Oberarmknochen (Humerus):
  • Tuberculum minus
  • Tuberculum majus
  • Tuberositas deltoidea
Übersicht Oberarmknochen (Humerus)

Fachbegriffe erklärt


Articulatio (Art.) = ein Gelenk
palpierbar = tastbar
Tuberculum = Höcker am Knochen
Tuberositas = raue Erhebung am Knochen
proximal = nah am Körper
distal = entfernt vom Körper
Caput = Kopf
Corpus = Körper
Collum = Hals
Sulcus = Furche
lateral = seitlich
medial = mittig


Fragen zum Text Teil 1

Humerus Lernset Teil 1

1 / 7

Welche dieser Knochenpunkte sind tastbar?

2 / 7

Was heißt „Articulatio“ übersetzt?

3 / 7

Was ist der Fachbegriff für Oberarmknochen?

4 / 7

Welches Gelenk bildet der Oberarmknochen zusammen mit der Elle und der Speiche?

5 / 7

An welchen Gelenken ist der Oberarmknochen beteiligt?

6 / 7

Was ist eine Tuberositas?

7 / 7

Was bedeutet „lateral“?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 80%

0%


Muskeln die am Oberarmknochen ansetzen:
  • M. brachiocephalicus
  • M. latissimus dorsi
  • M. pectoralis superficialis
  • M. pectoralis profundus
  • M. supraspinatus
  • M. infraspinatus
  • M. subscapularis
  • M. coracobrachialis
  • M. deltoideus
  • M. teres major
  • M. teres minor
  • M. triceps brachii (außer dem Caput longum)
  • M. anconeus
  • M. brachialis
  • M. brachioradialis [Hund]
  • M. supinator [Hund]
  • M. pronator teres [Hund]
  • M. extensor carpi radialis
  • M. extensor carpi ulnaris
  • M. flexor carpi radialis
  • M. flexor carpi ulnaris
  • M. extensor digitalis / digitorum communis
  • M. pronator teres
  • M. extensor digitalis / digitorum lateralis

Palpationspunkte Oberarmknochen (Humerus)

Alle Knochenpunkte:

Humerus proximal

Humerus proximal

(Caput humeri)

(Collum humeri)

Lateral:
  • Tuberculum majus
  • Sulcus intertubercularis
  • Tuberculum intermedium [Pferd]
  • Tuberositas teres minor
  • Crista tuberculi majoris
Medial:
  • Tuberculum minus

Humerus mitte

(Corpus humeri)

Lateral:
  • Linea musculi tricipitis
  • Tuberositas deltoidea
  • Crista humeri
  • Sulcus musculi brachialis
Medial:
  • Crista tuberculi minoris [Hund]
  • Tuberositas teres major [Pferd]

Humerus distal

(Condylus humeri)

Lateral:
  • Crista supracondylaris lateralis
  • lateraler Bandhöcker
  • laterale Bandgrube
  • Epicondylus lateralis (Streckerknorren)
  • Fossa olecrani
  • Fossa radialis
Medial:
  • Trochlea humeri
  • medialer Bandhöcker
  • mediale Bandgrube
  • Epicondylus medialis (Beugeknorren)

Fragen zum Text Teil 2

Humerus Lernset Teil 2

1 / 6

Welche drei Muskeln hat das Pferd nicht?

2 / 6

Welcher Teil des M. triceps brachii setzt nicht am Oberarm an?

3 / 6

Wo liegt die Tuberositas deltoidea am Humerus?

4 / 6

Welche Knochenpunkte haben Hunde NICHT?

5 / 6

Welcher Knochenpunkt ist am Humerus proximal medial?

6 / 6

Was sind die Fachbegriffe für die Beugeknorren?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 67%

0%

Schulterblatt (Scapula)

Ich möchte in diesem Beitrag auf das Schulterblatt (Scapula) eingehen. Einfach zusammengefasst, mit Erklärungen von Fachbegriffen und mit einer Übersicht welche Knochenpunkte man am Tier ertasten kann und welche es überhaupt gibt. Auch die Muskeln, die am Schulterblatt anhaften werden aufgezeigt und zwischendurch gibt es Fragen um das gelesene zu verinnerlichen.

Das Schulterblatt (Scapula)

  • ist ein platter, dreieckiger Knochen
  • ist der oberster Knochen der Vordergliedmaße
  • ist bei Hunden und Pferden nur durch Muskeln mit dem Rumpf verbunden, da sie kein Schlüsselbein haben
  • ist Teil der Schulter-Rumpf-Verbindung und bildet bildet zusammen mit dem Oberarmknochen (Humerus) das Schultergelenk (Art. humeri)
  • hat bei Pferden oben den Schulterblattknorpel (Cartilago scapulae)
Übersicht Schulterblatt (Scapula)

Fachbegriffe erklärt

Ventral = bauchwärts / Richtung Bauch
Dorsal = rückenwärts / Richtung Rücken
Kranial = kopfwärts / Richtung Kopf
Kaudal = schwanzwärts / Richtung Schweif/Rute
Margo = Rand
Tuberculum = Höcker
Palpierbar = Tastbar
Cartilago = Knorpel
proximal = nah am Körper
distal = fern vom Körper


Fragen zum Text Teil 1

Scapula Lernset 1

1 / 5

Was haben Hunde und Pferde nicht?

2 / 5

Welche Richtung wird durch den Begriff dorsal angegeben?

3 / 5

Was bedeutet „Cartilago“?

4 / 5

Was haben Pferde oberhalb des Schulterblatts?

5 / 5

Was ist der Fachbegriff für das Schulterblatt?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 77%

0%


Knochenpunkte Schulterblatt (Scapula)

Palpierbare Punkte des Schulterblatt:

  • Schulterblattgräte = Spina Scapula
  • Margo Cranialis
  • Margo Caudalis
  • Gräteneck = Acromion [Hund]
  • Tuberculum infraglenoidale
  • Tuberculum supraglenoidale

Muskeln die an dem Schulterblatt anhaften:

  • M. trapezius
  • M. omotransversarius
  • M. rhomboideus
  • M. serratus ventralis
  • M. subclavius [Pferd]
  • M. supraspinatus
  • M. infraspinatus
  • M. subscapularis
  • M. coracobrachialis
  • M. deltoideus
  • M. teres major
  • M. teres minor
  • M. triceps brachii (Caput longum)
  • M. biceps brachii

Scapula proximal

Lateral:
  • Margo dorsalis
  • Angulus cranialis (Nackenwinkel)
  • Angulus caudalis (Rückenwinkel)
Medial:
  • Facies serrata


Scapula mittig

Lateral:
  • Incisura scapulae
  • Margo cranialis
  • Margo caudalis
  • Tuberculum infragelenoidale [Hund]
  • Spina scapulae (Schulterblattgräte)
  • Fossa supraspinata
  • Fossa infraspinata
  • Tuber spinae scapulae (Grätenbeule) [Pferd]
Medial:
  • Fossa subscapularis

Scapula distal

Lateral:
  • Angulus ventralis (Gelenkwinkel)
  • Collum scapulae
  • Tuberculum supraglenoidale (Schulterblattbeule)
  • Acromion (Gräteneck) [Hund]
Medial:
  • Processus coracoideus (Rabenschnabelfortsatz)

Fragen zum Text Teil 2

Scapula Lernset 2

1 / 6

Was befindet sich in der Mitte der Scapula?

2 / 6

Was haben Hunde am Schulterblatt aber Pferde nicht?

3 / 6

Welche dieser Knochenpunkte sind tastbar?

4 / 6

Welchen Muskel hat das Pferd und der Hund nicht?

5 / 6

Welcher Teil des M. triceps brachii setzt am Schulterblatt an?

6 / 6

Welche dieser Knochenpunkte liegen NICHT mittig des Schulterblatts?

Dein Ergebnis ist

Die durchschnittliche Punktzahl beträgt 86%

0%

 

Falls du Interesse an CT-Bildern zu diesem Thema hast, habe ich hier einen Link zu einer anderen Seite für dich: Schulteranatomie des Hundes – normale anatomie | vet-Anatomy

Hüfgelenk (Articulatio coxae)

Hüfgelenk (Articulatio coxae)

Welche Knochen bilden das Hüftgelenk?

Das Hüftgelenk setzt sich aus der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) und dem Oberschenkelkopf (Caput ossis femoris) zusammen.

Welches Gelenk ist das Hüfgelenk?

Es ist ein Kugelgelenk, dass allerdings durch das Labrum acetabulare in seiner Bewegung eingeschränkt ist. Das Labrum acetabulare besteht aus Faserknorpel und ist eine Art Kappe, die dem Acetabulum entspringt und den Caput ossis femoris umschließt.

Welche Bewegungen sind möglich?

Hauptbewegung sind Beugen (Flexion) und Strecken (Extension), jedoch sind auch Außen- und Innenrotation und Add- und Abduktion (seitliches anziehen oder wegführen) durch aus möglich.

Was sind die Hauptbeweger des Gelenks?

  • Musculus iliopsoas –> Flexion
  • Musculus tensor fasciae latae –> Flexion
  • Musculus sartorius –> Flexion
  • Musculus rectus femoris (teil des M. quadriceps femoris) –> Flexion
  • Musculus pectineus –> Flexion und Adduktion
  • Musculus glutaeus superficialis –> Extension
  • Musculus glutaeus medius –> Extension
  • Musculus piriformis –> Abduktion und Extension
  • Musculus biceps femoris –> Extension (in der Stützbeinphase)
  • Musculus semitendinosus –> Extension (in der Stützeinphase)
  • Musculus semimembranosus –> Extension

Welche Bänder verbinden das Gelenk?

  • Ligamentum capitis ossis femoris
  • Ligamentum transversum acetabuli
  • KEINE Seitenbänder, da es ja ein Kugelgelenk ist!

Welche Nerven innervieren die Muskeln?

Die Muskeln rund um das Hüftgelenk werden von folgenden Nerven innerviert:

  • N. obturatorius
  • N. femoralis
  • N. glutaeus cranialis und caudalis
  • N. ischiadicus (N. fibularis und N. tibialis)

Diese Nerven werden auch als Plexus lumbaloscaralis zusammengefasst und treten zwischen dem vierten Lendenwirbel L4 und dem dritten Schwanzwirbel S3, aus dem Rückenmark. Also wenn das Tier schlecht läuft heißt es nicht zwangsläufig, dass ein Problem an den Gliedmaßen vorliegt. Vielleicht ist auch die Wirbelsäule in diesem Bereich so verspannt, dass die Muskeln nicht mehr richtig innerviert werden können.

Das Nervensystem

Das Bild ist aus dem Arbeitsbuch Pferdeanatomie abfotografiert

Das Nervensystem ist bei allen Wirbeltieren gleich. Es läuft durch den ganzen Körper und ist dafür zuständig das wir uns Bewegen können aber auch das wir Atmen, unser Herz schlägt, unsere Verdauung funktioniert und auch das wir Sinneseindrücke wahrnehmen können. Es wird in das Zentralnervensystem und das periphere Nervensystem aufgeteilt, beide Systeme arbeiten eng zusammen.

Das Zentralnervensystem (ZNS)

Das Zentralnervensystem befindet sich im Hirn und im Rückenmark. Hier werden alle Informationen verarbeitet und ausgewertet. Dies geschieht durch die afferenten Neuronen, um dann durch Impulse darauf zu reagieren, dafür sind die efferenten Neuronen zuständig.

Das periphere Nervensystem (PNS)

Das periphere Nervensystem ist ein Netzwerk, dass sich durch den ganzen Körper zieht und eng mit dem Zentralnervensystem verbunden ist und diesem Informationen weiterleitet. Das periphere Nervensystem teilt sich wiederum auf, in das somatische Nervensystem und das vegetative Nervensystem.

Das somatische Nervensystem

Das somatische Nervensystem ist für die Steuerung der Muskulatur zuständig, das heißt wenn wir einen Schritt gehen wollen, gibt dieses Nervensystem den dafür vorgesehen Muskeln den Impuls. Es nimmt auch die Eindrücke der Umwelt durch die Sinne auf. Zum Beispiel wenn ein Hund sieht das ein Auto auf ihn zu fährt wird diese Information über das somatische Nervensystem an das Zentralnervensystem weitergeleitet (Afferent) und dann von dort aus ein Impuls an die Muskeln gesendet, sich zu bewegen (Efferent), sehr vereinfacht dargestellt natürlich.

Das vegetative Nervensystem

Das vegetative Nervensystem ist für die Organe zuständige. Auch dieses Nervensystem wird wieder aufgeteilt, in den Sympathikus und den Parasympathikus. Der Sympathikus aktiviert den Organismus, die Atem- und Herzfrequenz beschleunigen sich und auch die Verdauung wird angeregt, deshalb bekommen manche in Stresssituationen auch Bauchschmerzen oder Verdauungsprobleme. Die Leistungsbereitschaft des Körpers wird erhöht und hat abbau der Energiereserven zur folge. Dies geschieht zum Beispiel in lebensbedrohlichen Situationen. Wenn wir das Beispiel von vorhin noch einmal aufgreifen wollen, der Hund wird sicher nicht in aller Ruhe zur Seite gehen wenn ein schnelles Auto auf ihn zu kommt, sondern er wird so schnell wie möglich zur Seite springen um nicht überfahren zu werden. Der Parasympathikus ist der Gegenspieler (Antagonist) des Sympathikus, er sorgt dafür das der Organismus sich beruhigt und nicht unnötig Energiereserven verbraucht werden. Auch das innere Gleichgewicht (Homöostase) wird von ihm gesteuert.

Sprunggelenk (Art. Tarsi)

Was für ein Gelenk ist das Sprunggelenk?

Das Sprunggelenk ist ein zusammengesetztes Wechselgelenk, wenn du nicht weißt was damit gemeint ist, schau dir gern meinen Beitrag zum Thema Gelenke an. Die Hauptbewegungsrichtung ist Beugen (Flexion) und Strecken (Extension).

Aus welchen Knochen besteht das Sprunggelenk?

Das Gelenk setzt sich beim Hund aus folgenden Knochen zusammen:

Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula), Fersenbein (Calcaneus), Sprungbein (Talus), Os tarsi centrale, Os tarsale 1-5, Os metatarsale 2-5 und dem Rudiment des Os metatarsale 1.

Foto aus dem Arbeitsbuch für Hundeanatomie

Das Gelenk setzt sich beim Pferd aus folgenden Knochen zusammen:

Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula), Fersenbein (Calcaneus), Sprungbein (Talus), Os tarsi centrale, Os tarsale 2-4 und Os metatarsale 2-4.

Foto aus dem Arbeitsbuch für Pferdeanatomie

Wie heißen die einzelnen Gelenkebenen?

  1. Articulatio tarsocruralis –> ist ein zusammengesetztes Schraubengelenk (Art. cochlearis), es ist für die Extension und Flexion verantwortlich und besteht aus der Tibia, Fibula, Talus und Calcaneus. Dies ist die Gelenkebene mit der meisten Bewegungsmöglichkeit.
  2. Articulatio talocalcaneocentralis –> ist ein straffe Gelenk (Amphiarthrose), es sind passive Dreh – und Seitwärtsbewegungen möglich und es besteht aus Calcaneus, Talus, Os tarsi centrale.
  3. Articulatio calcaneoquartalis –> ist ein straffe Gelenk (Amphiarthrose), es sind passive Dreh – und Seitwärtsbewegungen möglich und besteht aus Calcaneus und Os tarsale 4.
  4. Articulatio centrodistalis –> ist ein straffes Gelenk (Amphiarthrose) und besteht aus Os tarsale 1-3 und Os tarsi centrale.
  5. Articulatio tarsometatarsea –> ist ein straffes Gelenk (Amphiarthrose) und besteht aus den Ossa tarsale und Ossa metatarsale.
  6. Articulationes intertarseae –> Gelenke zwischen den einzelnen Ossa tarsale

Was sind die Hauptbeweger des Gelenks?

  • Musculus tibialis cranialis –> Flexion des Sprunggelenks
  • Musculus fibularis longus (Hund) –> Flexion des Sprunggelenks
  • Musculus fibularis tertius (Pferd) –> Flexion des Sprunggelenks
  • Musculus gastrocnemius –> Extension des Sprunggelenks

Welche Bänder verbinden das Gelenk?

  • Ligamentum collaterale tarsi mediale longum
  • Ligamentum collaterale tarsi laterale longum
  • Ligamentum collaterale tarsi mediale breve
  • Ligamentum collaterale tarsi laterale breve
  • Ligamentum plantare longum
  • Ligamentum tarsi dorsale (Hund)
  • Ligamentum talocentrodistometatarseum (Pferd)
  • Ligamentum tarsi interosseum (Pferd)

Kniegelenk (Art. genus)

Knöchernes Grundgerüst:

Das Kniegelenk besteht aus drei Knochen, dem Oberschenkelknochen (Femur), dem Schienbein (Tibia) und der Kniescheibe (Patella). Das Kniegelenk wird daher auch in zwei Gelenke aufgeteilt, das Kniekehlgelenk (Art. femorotibialis), das Gelenk zwischen Femur und Tibia, wie der Name schon sagt. Auch bei dem zweiten Gelenk enthält der Name schon die beiden beteiligten Knochen, das Kniescheibengelenk (Art. femoropatellaris), also das Gelenk zwischen Femur und Tibia.

Fun Fact: Obwohl es der Oberschenkelknochen ist, heißt es das Femur.

Das Art. Femorotibialis ist ein Walzengelenk (Art. condylaris), die Hauptbewegung ist Strecken (Extension) und Beugen (Flexion). Das Art. Femoropatellaris ist ein Schlittengelenk (Art. delabens), die Patella kann nur in seiner knöchernen Fuge rauf- und runtergleiten. Die Patella ist in die Endsehne des M. quatriceps femoris eingelagert.

Hauptwegende Muskulatur:

  • Musculus quatriceps femoris (Wichtigster Strecker)
  • Musculus biceps femoris
  • Musculus semitendinosus
  • Musculus semimembranosus
  • Musculus popliteus

Die Bänder:

  • die Außenbänder (Lig. collaterale laterale/Lig. collaterale mediale)
  • Vorderdes Kreuzband (Lig. cruciatum craniale) (Reist bei einem Kreuzbandriss meistens als erstes!)
  • Hinteres Kreuzband (Lig. cruciatum caudale)
  • Lig. patellare
  • Lig. femoropatellare
  • Lig. meniscofemorale

Das Femur und die Tibia passen leider nicht besonders zusammen. Es gibt keine Gelenkspfanne, das heißt zwei mehr oder weniger abgerundete Knochen liegen aufeinander. Manchmal ist der obere Teil der Tibia (Tibiaplateau) sehr steil abfallend, so das der untere Teil des Femur (Condylus femoris) immer etwas nach vorne/unten rutscht wenn das Gewicht darauf verlagert wird, dies kann die Kreuzbänder des Gelenks strapazieren und sogar zum Kreuzbandriss führen. Um das ganze etwas passender zu machen, hat die Natur die Menisken erfunden. Ein Meniskus ist ein Knorpel, es befinden sich je zwei pro Kniekehlgelenk. Sie haben ungefähr die Form einer Mandarinenscheibe und dienen dazu dass die Knochen besser aufeinander passen und zur Stoßdämpfung.

Häufige Krankheiten speziell für dieses Gelenk:

  • Patellaluxation
  • Kreuzbandriss
  • Meniskusriss

Ich hoffe mit diese Beitrag konnte ich euch die Anatomie etwas näher bringen.